Teil eines Werkes 
3. Band (1822)
Entstehung
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wiederte; doch wagte er nicht, naͤher zu treten, in⸗ dem er das zarte Verhaͤltniß ſeiner und ihrer Lage

gleichmaͤßig empfand. Major Bridgenorth wandte

ſeinen kalten, ſtarren, ſchwermuͤthigen Blick erſt auf ihn, dann auf ſie.Mancher, ſagte er ernſthaft, wuͤrde in meinem Falle dieſe Zuſammenkunft vermie⸗ den haben; aber ich habe das Vertrauen zu euch beiden, wiewohl ihr jung und mit den Schlingen umgeben ſeid, die eurem Alter zu drohen pflegen. Es ſind Perſonen in dieſem Zimmer zugegen, die nichts von eurer Bekanntſchaft wiſſen ſollten. Da⸗ her ſeid klug, und verhaltet euch als Fremde gegen einander.

Julian und Alexie tauſchten gegenſeitig Blicke, als ſich ihr Vater von ihnen abwandte, und mit ei⸗ nem Lichte, das im Vorſaale ſtand, ſie den Weg zu den Zimmern fuͤhrte. Es war wenig Troſt in dieſem Austauſch der Blicke; denn das Traurige in Alexiens Miene war mit Furcht vermiſcht, und auf Julians truͤbem Geſicht verrieth ſich ein aͤngſtliches Gefuͤhl des Zweifels. Auch waren dieſe Blicke nur fluͤchtig; denn Alexie ſprang auf ihren Vater zu, nahm ihm das Licht aus der Hand, und ging vor ihm her, um, gleichſam in der Verrichtung eines Bedienten, beide in das große eichene Zimmer zu bringen, welches ſchon als dasjenige erwaͤhnt worden iſt, worin Brid⸗

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