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Als ſie aufgeſtiegen waren, und indem ſie lang⸗ ſam nach dem aͤußern Thore des Hoßn ritten, ſagte Bridgenorth zu ihm:„Nicht Jedermann wuͤrde bei naͤchtlicher Reiſe, und ohne Beiſtand, ſo ohne Zu⸗ ruͤckhaltung ſeine Sicherheit einem jungen Hitzkopf uͤberlaſſen, der nur vor kurzem ſein Leben angegrif⸗ fen hat.“
„Herr Bridgenorth,“ ſagte Julian,„ich koͤnnte Ihnen aufrichtig ſagen, daß ich Sie zu der Zeit nicht kannte, als ich mein Gewehr gegen Sie richtete; aber ich muͤßte auch hinzuſetzen, daß die Urſache, warum ich es gebrauchte, ſelbſt wenn ich Sie ge⸗ kannt haͤtte, wenig Ehrerbietung fuͤr Ihre Perſon bewieſen haben koͤnnte. Gegenwaͤrtig kenne ich Sie; und habe weder Tuͤcke gegen Ihre Perſon, noch fuͤr die Freiheit eines Vaters zu fechten. Ueberdieß ha⸗ ben Sie mein Wort; und wann lebte ein Peveril, der es gebrochen haͤtte?“
„Ja,“ antwortete Bridgenorth,„ein Peveril— ein Peveril von dem Gipfel!— ein Name, der lange, wie eine Kriegstrompete, im Lande erſchollen iſt, der aber nun vielleicht ſeinen letzten lauten Ton
hat hoͤren laſſen. Sehen Sie zuruͤck, junger Mann,
auf die dunkeln Thuͤrme von Ihres Vaters Hauſe, die ſich ſo ſtolz an der Anhoͤhe erheben, als ſich ihre Beſitzer uͤber die Soͤhne ihres Volks erhoben. Den⸗


