Teil eines Werkes 
2. Band (1822)
Entstehung
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29⁰

Uebrige verzeihen alle Bedraͤngniß, die Sie uͤber uns gebracht haben alles noch groͤßere Elend, wo⸗ mit Sie uns bedrohen; aber thun Sie nicht das Aeußerſte mit Einem, der Sie niemals beleidigt ha⸗ ben kann. Wenn Ihre Ohren gegen das Geſchret einer verzweifelnden Mutter verſchloſſen ſind, ſo glau⸗ ben Sie, die, welche der Klage aller Betruͤbten offen ſtehen, werden meine Bitte und Ihre Antwort

dhdoͤren.

Der Seelenkampf und die Ruͤhrung, womit Lady Peveril dieſe Worte geſprochen hatte, ſchien alle Anweſende zu erſchuͤttern, obgleich die meiſten an ſolche Auftritte nur zu ſehr gewoͤhnt waren. Ja⸗

der ſchwieg, als ſie zu ſprechen aufhoͤrte, und ihre

von Thraͤnen glaͤnzenden Augen auf Bridgenorth mit der heftigen Unruhe richtete, womit eine uͤber Leben und Tod entſcheidende Antwort erwartet wird. Selbſt Bridgenorths Unbeugſamkeit ſchien zu wan⸗ ken, und ſeine Stimme bebte, als er antwortete: Madam, wollte Gott, ich waͤre jetzt im Stande, Ihren großen Kummer auf andre Weiſe zu erleich⸗ tern, als daß ich Ihnen ein Vertrauen auf die Vor⸗ ſehung empfehle, und Sie ermahne, daß Sie Ihren Geiſt unten vieſer Widerwaͤrtigkeit Ihres Looſes vor Murren bewahren. Was mich betrifft, ich bin nur eine Ruthe in der Hand des ſtarken Mannes, welche