278
gung meiner Aeltern in mein Geſuch zu Dir komme, wirſt du wieder ſagen, in dem ſo ruͤhrenden und ſo traurigen, und doch ſo unglaublich beſtimmten Tone:** Julian, wir muͤſſen ſcheiden?“ Alexie ſchwieg. „Grauſames Maͤdchen, willſt du mich nicht einmal 3 einer Antwort wuͤrdigen?“ rief ihr Liebhaber.
„Wir antworten denen nicht, die in ihren Traͤu⸗ men ſprechen“, ſagte Alexie.„Sie fragen mich, was ich thun wuͤrde, wenn Unmoͤglichkeiten geſche⸗
hen. Welch Recht haben Sie, ſolche Vorausſetzun⸗ gen zu machen, und eine ſolche Frage zu thun?“
„Hoffnung, Alexie, Hoffnung, die letzte Stuͤtze des Elenden, deren mich zu berauben Sie ſelbſt nicht grauſam genug ſeyn wuͤrden. In jeder 6
Schwierigkeit, in jedem Zweiſel, in jeder Gefahr, wird Hoffnung kaͤmpfen, ſelbſt wenn ſie nicht ſiegen kann. Sagen Sie mir noch einmal, wenn ich zu Ihnen im Namen meines Vaters, im Namen mei⸗ ner Mutter komme, denen Sie zum Theil Ihr Le⸗ ben verdanken, was wuͤrden Sie mir antworten?“
„Ich wuͤrde Sie an meinen eigenen Vater ver⸗ weiſen“, ſagte Alexie, erroͤthend und die Augen niederſchlagend; aber auch ſogleich ſie wieder erhe⸗ bend wiederholte ſie in einem feſtern und traurigern 3 Tone:„Ja, Julian, ich wuͤrde Sie an meinen Va⸗ ter verweiſen, und Sie wuͤrden finden, daß Ihr


