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„Tanzen,“ ſagte ſie,„iſt Leibesbewegung, durch Muſik geordnet und abgemeſſen; und die geſunde Vernunft lehrt, daß es die beſte aller Leibesbewe⸗ gungen fuͤr eine zaͤrtliche Perſon ſeyn muß, beſon⸗ ders, da ſie im Hauſe und bei allem Wetter vorge⸗ nommen werden kann.“
Bridgenorth horchte, mit umwoͤlkter und ge⸗ dankenvoller Stirne, als Mad. Deborah, zur Er⸗ laͤuterung ihrer Lehre, auf der Viole, die ſie nicht ſchlecht ſpielte, Sellenger's Rundgeſang zu geigen anfing, und ihre Alexie einen Alt⸗Engliſchen Tanz nach dieſer Melodie tanzen hieß. Als ſich das halb verſchaͤmte, halb laͤchelnde, etwa vierzehnjaͤhrige Maͤdchen anmuthig zu der Muſik bewegte, folgte des Vaters Auge unwiderſtehlich dem leichten Schwunge ihrer Schritte, und bemerkte mit Freude die hoͤhere Farbe auf ihren Wangen. Als der Tanz voruͤber war, ſchlang er ſie in ſeine Arme, ſtrich ihre etwas verſtoͤrten Locken mit zaͤrtlicher Vater⸗ hand etwas zurecht, laͤchelte, kuͤßte ihre Stirne, und nahm Abſchied, ohne ein Wort weiter zu ſagen, das die Uebung im Tanzen vexrboten haͤtte. Er theilte das Reſultat ſeines Beſuchs im Blackfort nicht ſelbſt der Madam Chriſtian mit, ſondern ſie erfuhr es nicht lange nachher durch den Triumph der Gouvernante bei ihrem naͤchſten Beſuch.


