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Keinen Schmeichlern gefaͤllt ein Liebhaber, der ſeinen Zweck zu erreichen wuͤnſcht.
„Sie ſind die beſte, gutmuͤthigſte Perſon in der Welt, Deborah; aber Sie haben noch nicht den Ring geſehen, den ich fuͤr Sie in Paris gekauft habe. Ja, ich will ihn ſelbſt an Ihren Finger ſtecken;— ich, Ihr Pflegeſohn, den Sie ſo lieb⸗ ten und ſo ſorgfaͤltig pflegten!“
Leicht gelang es ihm, mit launiger ifeetation von Galanteyſ einen huͤbſchen goldenen Ring an den fetten Finger der Miſtreß Deborah Debbitch zu ſtecken. Sie hatte eine Denkungsart, wie man ſie oft unter Perſonen des niedern und hoͤhern Poͤbels trifft, welche, ohne in großem Umfange Beſtechungen oder Verfuͤhrun⸗ gen zugaͤnglich zu ſeyn, dennoch ſehr an zufaͤlligen Einnahmen hangen, und auf der Linie ihrer Pflicht betraͤchtlich, wiewohl vielleicht unmerklich, durch die Liebe kleiner Zerimonieen, kleiner Geſchenke und ge⸗ ringfuͤgiger Complimente, nach einer gewiſſen Rich⸗ tung hingelenkt werden. Die Deborah Debbitch drehte den Ring rund herum, und wieder herum, und ſagte endlich fluͤſternd:„Gut, junger Herr Ju⸗ lian, es hilft nichts, wenn man einem ſolchen jun⸗ gen Edelmann, wie Sie ſind, Etwas verleugnet— denn junge Edelleute ſind immer ſo hartnaͤckig— und ſo kann ich Ihnen eben ſo gut ſagen, daß Alexie


