ward hierin ein Gegenſtand des Mitleids fuͤr ſeinen aͤrmern und mehr herunter gekommenen Nachbar. Zwiſchen dem Ausbruche des Buͤrgerkriegs und der
Wiederherſtellung des Koͤnigthums verlor er hinter
einander ſechs Kinder; wahrſcheinlich durch die Zart⸗ heit ihres Koͤrperbaues, welche die kleinen Schwaͤtzer gerade in dem fruͤhen Alter hinwegriß, da ſie ſich am innigſten an das Herz der Aeltern zu ſchließen pflegen. Im Anfange des Jahrs 1658 war Major Bridgenorth kinderlos; ehe dieß Jahr endete hatte
er zwar eine Tochter, aber ihre Geburt ward mit
dem Tode einer zaͤrtlichen Gattin erkauft, deren Natur durch muͤtterlichen Gram und durch die aͤngſt⸗ liche und nagende Bekuͤmmerniß erſchoͤpft worden war, daß die eingebuͤßten Kinder von ihr die ſchwaͤch⸗
liche Geſundheit haͤtten, welche den Druck des Da⸗
ſeyns nicht ertragen konnte. Dieſelbe Stimme, die dem Major Bridgenorth die Vaterfreude meldete (es war die freundliche Stimme der Lady Peveril),
mußte ihm auch die traurige Botſchaft bringen, daß
er nicht mehr Ehegatte ſey. Bridgenorths Gefuͤhle waren ſhehr ſtark und tief, als fluͤchtig und heftig; und ſein Kummer nahm die Geſtalt einer duͤſtern Betaͤubung an, von welcher weder die freundlichen Vorſtellungen des Ritter Peverils(der nicht unter⸗ ließ, in dieſem Bedraͤngniß zu ihn zu kommen, wie⸗


