— 3⁰3 „Ich ſehe, mein gnaͤdigſter Koͤnig, zwei wuͤrdige Freunde von der Familie meines Mannes,“ antwor⸗ tete die Graͤfin,„Ritter Gottfried Peveril und ſei⸗ nen Sohn; der letztere war ein ausgezeichnetes Mit⸗ glied von dem Hofſtaate meines Sohnes⸗“ „Sonſt Niemand?“ fuhr der Koͤnig fort.
„Ein ungluͤckliches Maͤdchen meines Hauſes, das von der Inſel Man zu derſelben Zeit verſchwand,
als Julian Peveril in wichtigen Geſchaͤften abreiſte.
— Man glaubte, ſie waͤre von einer Klippe in die See gefallen.“
„Hatten Ihre Gnaden irgend einen Grund— verzeihen Sie mir eine ſolche Frage“— ſagte der Koͤnig— eine unſchickliche Vertraulichkeit zwiſchen Herrn Peveril und derſelben jungen Perſon Ihrer Bedienung zu argwoͤhnen?“
„Mein Fuͤrſt,“ ſagte die Graͤfin, von Unwillen ſich entfaͤrbend,„mein Haus iſt von gutem Ruf.“.
„Nein, meine Graͤfin, erzuͤrnen Sie ſich nicht,“ ſagte der Koͤnig;„ich fragte nur— ſolche Dinge fallen auch wohl in den beſten Familien vor.“
„Nicht in der meinigen, Sire,“ ſagte die Graͤfin. „Ueberdieß iſt Julian Peveril unfaͤhig zu Verſtaͤnd⸗


