Dreizehntes Kapitel.
Als Vater und Sohn in das Audienzeabinet traten, war leicht wahrzunehmen, daß der Ritter Peveril der Vorladung eben ſo gehorcht hatte, wie er dem Ruf der Trompete zum Aufſitzen gefolgt haben wuͤrde; und ſeine fliegenden grauen Locken und ſi⸗ne nur halb geordnete Kleidung verriethen zwar ſo viel Eifer und Eile, als er gezeigt haben mochte, wenn ihn Karl der Erſte zur Theilnahme an einem Kriegs⸗ rathe berief, ſchienen aber doch etwas unſchicklich fuͤr ein friedliches Audienzzimmer. Er blieb an der Thuͤre des Cabinets ſtehen; als ihn aber der Koͤnig naͤher treten hieß, warf er ſich, mit jedem Gefuͤhl, das in der Erinnerung ſeines fruͤhern und ſpaͤtern Lebens in ihm ſich regte und kaͤmpfte, vor dem Koͤnig auf die Kniee, ergriff ſeine Hand, und brach, ſelbſt ohne eine Anſtrengung, zu ſprechen, in lautes Wei⸗ nen aus. Karl, der uͤberhaupt tief fuͤhlte, ſo lange er einen ruͤhrenden Gegenſtand vor den Augen hatte, uͤberließ fuͤr einen Augenblick den Greis ſeiner Ent⸗ zuͤckung. Darn ſagte er aber:„mein guter Ritter
Gottfried, Sie haben etwas harte Umſtaͤnde betrof⸗
fen; wir ſind Ihnen Entſchaͤdigungen ſchuldig, und


