Teil eines Werkes 
4. Band (1822)
Entstehung
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wie ich bin, bemerkt zu werden? Welchen Namen ſoll ich der kleinen Verhandlung geben, die ſo ein unerwartetes Mißverſtaͤndniß erzeugt hat?“

Chriſtian ſchwieg, entweder aus Wut, oder weil er ſich uͤberfuͤhrt fuͤhlte.

„Friſch auf! Chriſtian,“ ſagte der Herzog laͤ⸗ chelnd,„wir wiſſen zu viel von einander, um ohne Gefahr zu ſtreiten. Haſſen moͤgen wir einander— einander uͤberliſten— es iſt der Brauch am Hofe— aber oͤffentlich erklaͤren!— Pfui uͤber den Ausdruck.“

„Ich gebrauchte ihn nicht eher,“ ſagte Chri⸗ ſtian,„als bis Ihre Durchlaucht mich aufs Aeu⸗ ßerſte trieben. Sie wiſſen, gnaͤdiger Herr, ich habe im Lande und auswaͤrts gefochten, und Sie ſollten nicht aͤbereilt glauben, ich wuͤrde etwas Un⸗ wuͤrdiges ertragen, was Blut abwiſchen kann.“

„Im Gegentheil,“ ſagte der Herzog, auf die⸗ ſelbe hoͤfliche und ſpoͤttiſche Art,„ich kann zuver⸗ ſichtlich behaupten, daß das Leben von einem Dutzend Ihrer Freunde Ihnen etwas ſehr Geringes daͤnken wuͤrde, Chriſtian, wenn ihr Daſein, ich will nicht ſagen, mit Ihrem Charakter, ſondern mit irgend einem Vortheil, den ihr Daſein verhindern moͤchte, ins Gedraͤnge kaͤme.— Pfui daruͤber, Mann; wir haben einander lange gekannt. Ich