Teil eines Werkes 
4. Band (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

26

Kellern, und mit verſchiedenen Linien zur Anlegung neuer Straßen durchſchnitten. Aber das Unter⸗ nehmen, das zwar nachher eintmaͤglich und nach Wunſch ausſiel, fand doch bei dem erſten Beginnen einen Anſtoß, theils aus Mangel an den noͤthigen Kapitalien, theils wegen des ungeduldigen und ver⸗ aͤnderlichen Temperaments des Herzogs, welches ihn bald auf irgend einen neueren Gegenſtand ſeiner Entwuͤrfe ablenkte; ſo daß, obgleich Viel niederge⸗ riſſen war, doch in Vergleichung ſehr wenig an deſſen Stelle aufgefuͤhrt und nichts vollendet wurde. Der Haupttheil des herzoglichen Palaſtes blieb noch un⸗ verletzt; aber das Grundſtuͤck, in welchem derſelbe lag, trug eine ſeltſame Aehnlichkeit mit dem regel⸗ loſen Gemuͤth ſeines edlen Beſitzers. Hier ſtand eine ſchoͤne Gruppe auslaͤndiſcher Baͤume und Stau⸗ den, das Ueberbleibſel des Gartens, unter offenen Schleuſen und Haufen von Schutt. An einem

Orte drohte ein alter Thurm auf den Betrachtenden

herab zu ſtuͤrzen; und an einem andern lief dieſer

Gefahr, von einem neuen Gewoͤlbe verſchlungen zu

werden. Großartigkeit der Idee konnte in demn Un⸗ ternehmen entdeckt werden, aber ſie war faſt uͤberall durch Armuth oder Nachlaͤſſigkeit der Ausfuͤhnung

entſtellt. Kurz, der ganze Platz war das wahre Sinnbild eines auf Verwuͤſtung ausgehenden Ver⸗