Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
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wuͤnſchen Euch wegen einer wichtigen Sache um Rath zu fragen. Ihr mußt wiſſen, in der That, Ihr mußt gehort haben, daß die Fiſcher zu Brockendurn und hoͤ⸗ her hinauf die von Solway einen Angriff auf die Stecknetze des Quaͤkers Geddes unternommen und alles dem Sande gleich gemacht haben.

In der That, ich hab' es gehoͤrt, Mr. Crosbie, und es freut mich, daß ſich die Burſche ſelbſt Recht verſchafft haben gegen eine Sitte, welche die obern Fi⸗ ſcher noch zu einer Art von Gluckhennen gemacht haͤtte, um die Fiſche zu hegen, welche das Volk unten dann fangen und eſſen ſoll. 3

Wohl, ſagte Alan,darauf kommt es indeſ⸗ ſen hier nicht an. Aber ein junger Freund von mir war zu jener Zeit, als ſich dieſer Vorfall ereignete, bey Mr. Geddes, und ſeit dem hat man nichts meyr von ihm gehoͤrt. Nun meint unſer Freund, Hr. Cros⸗ bie, daß Ihr uns rathen koͤnntet.

Hier wurde er von Mr. Crosbie und Mr. Sum⸗ mertrees unterbrochen, welche Beide zu gleicher Zeit zu ſprechen anfiengen, der Erſte, um jedes Intereſſe, das er an der Sache haben koͤnnte, in Abrede zu zie⸗ hen, und der Letzte, um einer Antwort zu entgehen.

Ich glauben? Sagte Mr. Crosbie; ich habe gar nicht wieder daran gedacht; mir iſt die Sache ganz gleichguͤltig geweſen.

Und ich, ich ſoll Euch rathen! Sagte Mr. Mar⸗ well, was der Teufel kann ich Euch weiter rathen, als daß Ihr den Ausrufer holen latzt, um Euer ver⸗ lorenes Schaaf in der Stadt auszuſchreyen, wie man es bei Wachtelhunden oder entflogenen Papagayen macht?

Mit Euerer Erlaubniß, ſagte Alan ruhig, aber kathehloſfen; ich muß Euch um eine ernſtere Antwort itten. Wie, Hr. Advokat, antwortete Summertrees, ich dachte, es waͤre Euer Geſchaͤft, den Lehnslenten

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