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plaͤndert war, ſo haͤtte es ihm an den gemeinſten Nothwendigkeiten gefehlt, ohne die Anhäaͤnglichkeit eines weit bekannten blinden Geigers. Ich habe ihn ſelbſt bei Sir Henry geſehen, vor und waͤhrend der Geſchichte. Ich hoͤrte, er habe in den Straßen von Carlisle die Geige geſpielt, und das Geld, was er bekam, ſeinem Herrn gebracht, waͤhrend er in dem Sch oſſe eingeſperrt war.“.
„Ich glaube kein Wort davon,“ ſagte Mrs. Cros⸗ bie, glühend vor Unwillen.„Ein Redgauntlet wäre zwanzigmal geſtorben, ehe er von einem Geiger et⸗ was genommen haͤtte.“
„Ho hol nicht oben hinaus, das iſt alles Unſinn und Uebermuth,“ ſagte der Laird von Summertrees. Die leckerſten Hunde eſſen auch ſchlechte Brocken, Baaſe Crosbie, Ihr wißt nicht, was einige Eurer Freunde in jener Zeit thun mußten, um ein Naͤpf⸗ chen voll Suppe oder um ein Stuͤck Brod. Ich habe z. B. ein Scheerenſchleifersrad mehrere Wochenlang herumgefuͤhrt, theils aus Noth, theils um mich zu verbergen, da habe ich an jedes alten Weibesthuͤr bigg, bigg, wigg, wigg, gemacht, und wenn Ihr einmal Eure Scheeren geſchliffen haben wollt, ich kann es fuͤr Euch thun, wenn mein Rad in Ordnung iſt.“
„Ihr muͤßt mich erſt um Erlaubniß bitten,“
ſagte Mr. Crosbie, denn ich habe mir erzaͤhlen laß⸗ ſen, daß Ihr die ſonderbare Mode habt, einen Kuß dnttrdes Pfennings zu nehmen, wenn Euch der Kunde gefiel. „Kommt, kommt, mein Herr,“ ſagte die Lady aufſtehend, wenn der Punſch bei Euch uͤber das Eſſen die Oberhand bekommt, dann iſt es Zeit, mich zu⸗ ruͤck zu ziehen. Wenn Ihr aber eine Taſſe Thee wollt, meine Herrn, ſo kommet auf mein Zimmer.“
Alan Fairfort war nicht ſehr betruͤbt uͤber die Entfernung der Dame. Sie ſchien, obgleich nur im vierten Grade verwandt, doch zu viel auf die Ehre des Hauſes Redgauntlet zu halten, um nicht durch die


