93 freuten, ſah er bald, daß er durch Anſtrengung das erreichen muͤſſe, was jenen als ein Geburtsrecht zu⸗ fiel. Er arbeitete in der Stille und Einſamkeit miit großer Anſtrengung, und ſeine Arbeiten wurden mit Erfolg gekroͤnt. Aber Alan liebte ſeinen Freund Dar⸗ ſie noch mehr, als ſein Gewerbe, und warf, wie wir geſehn haben, alles auf die Sette, wenn er Latimern in Gefahr glaubte; er vergaß Ruhm und Vermogen, und ſetzte ſich ſogar dem ernſtlichen Mißfallen ſeines Vaters aus, um denjenigen, an welchem er mit der Liebe eines aͤltern Bruders hieng, der Gefahr zu ent⸗ reißen. Oögleich Darſies Rolle lebendiger und glaͤn⸗ zender war, als die ſeines Freundes, ſo erſchien er dem leztern doch nur immer als ein ſeiner beſondern Vorſorge empfohlenes Weſen, das er in allen Faͤllen, wo des Juͤnglings eigene Erfahrung nicht ausreichte, zu undterſtuͤtzen und zu beſchuͤtzen berufen war. Alans ganze Klugheit wurde dießmal erfordert, und ein Wa⸗ geſtäck, das den meiſten Juͤnglingen ſeines Alters gefaͤhrlich geſchienen haͤtte, hatte keinen Schrecken fuͤr ihn. Er war wohl bekannt mit den Geſetzen ſeines Landes, und wußte, wo er auf ihren Schutz rechnen koͤnne; dabei beſaß er neben dem Vertrauen ſeiner Geſchicklichkeit einen geſetzten, ruhigen und ausdan⸗ renden und Unerſchrockenen Charakter. Mit dieſen Erforderniſſen ausgeruͤſtet unternahm er ein Aben⸗ theuer, das zu jener Zeit von wirklicher Gefahr be⸗ gleitet war, und gar wohl einen furchtſamen Sinn haͤtte ſchrecken koͤnnen. Fairſords erſte Nachforſchung in Betreff ſeines Freundes geſchah, bei dein koͤnigli⸗ chen Richter von Dumfries, Mr. Crosbie, der die Nachricht von Darſies Verſchwinden ertheilt hatte. Als er ſich zum erſtenmal an ihn wandte, glaubte er bei dem wuͤrbigen Beamten, den Wunſch zu entde⸗ cken, der Sache los zu ſeyn. Der Richter ſprach von dem Aufſtand der Fiſcher, wie von einem Auf⸗ rahr unter dieſem geſetzloſen Fiſchervolk, der, wie er ſagte, mehr den Syerif angehe, als die armen Stadr.
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