Teil eines Werkes 
17. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 3. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

62² ſodann ein wenig, und reichte Herrn Foxley die Kanne, der, um nicht vielleicht auf des Praͤtendenten Geſund⸗ heit Beſcheid zu thun, auf des Herrn Herries eigene mit großer Felerlichkeit trank, aber nicht blos nippte. Der Schreiber folgte dem Beiſpiel ſeines Herrn und Meiſters, und willig that ich ein gleiches, denn Angſt und Furcht machen wenigſtens eben ſo durſtig, als der Kummer machen ſoll. Mit einem Wort, wir leerten die Miſchung von Bier, Sekt, Lemonenſaft, Muskat und andern guten Sachen, die auf dem ſilbernen Boden des Gefäſſes ſtrandeten, und machten Dr. Byrons berühmie Zeilen lesbar, die darauf eingegraben waren: Den König ſegne Gott! er ſegne des Glaubens Beſchüzer!

Gotr ſegne iſts Unrecht denn den Prätendenten auch! Wer Prätendent ſeyn mag, wer König, dieß zu beſtimmen,

Iſt ganz ein ander Ding Gotr ſegn' uns alle zugleich!

Ich hatte Zeit genug, dieſen Erguß der jakobiti⸗ ſchen Muſe zu ſtudiren, während der Friedensrichter mit einem ziemlich langweiligen Ceremoniel Abſchied nahm. Der von Herrn Faggot war weniger ceremoni⸗ ös, aber ich vermuthe, es gieng außer den leeren Com⸗ plimenten noch etwas anderes zwiſchen ihm und Herrn Herries vor; denn ich bemerkte, daß der letztere ein Stück Papier in die Hand des erſtern ſchlüpfen ließ, was vielleicht eine kleine Genugthuung für die Unbe⸗ dachtſamkeit war, mit der er den Verhaftsbefehl ver⸗ brannt, und ſeine Hand ziemlich unſanft an den ach⸗ tungswerthen Günſtling des Geſetzes gelegt hatte, der ihn vorzeigte; auch entgieng mir nicht, daß er dieſe Beſänftigung auf eine Weiſe vornahm, daß ſie vor dem Herrn des würdigen Schreibers verborgen bleiben muß⸗ te. Als dieß in Ordnung war, nahm man gegenſeitig von einander Abſchied, mit vieler Förmlichkeit von Seite des Herrn Foxley, unter deſſen Abſchiedsphraſen mir folgende beſonders merkwürdig war:ich vermu⸗ the, Ihr werdet euch nichwlange mehr in dieſen Ge⸗ genden aufhalten?

Für jetzt nicht, Herr Friedens ichter, ſeyd deſſen

1

5