58 zunehmen, als die, welche Ihr ſeit dem Anfang un⸗ rer Bekanntſchaft an den Tag gelegt habt.“
Schneller und geiſtreicher als gewoͤhnlich, erwie⸗ derte der Richter:„Nachbar Ingoldsby— was Ihr da ſagt, iſt— eh— iſt gewiſſermaſſen wahr; und wenn Ihr zu einem Pferderennen, zu einem Hahnen⸗ kampf, zur Meſſe, zur Jagd oder zu dergleichen Din⸗ gen kamt,— war es— eh— weder mein Ge⸗ ſchäft noch mein Wunſch, einzugreifen,— ich meine — die Geheimniſſe, die um Euere Angelegenheiten ſchwebten, zu unterſuchen, und aufzuklaͤren; denn als Ihr nur hie und da ein guter Jagd⸗ und Trink⸗ Gefahrte geweſen ſeyd,— hielt ich es— eh— nicht Kben fuͤr noͤthig, mich in Euere Angelegenheiten zu miſchen. Und wenn ich ſchon dachte, Ihr waͤret— a hem— in fräheren Unternehmungen, Wagſtuͤcken und Ver⸗ bindungen, ſo ungluͤcklich geweſen, daß Ihr Euch nun gezwungen ſaͤhet, unſtaͤt und eingezogen zu leben, ſo konnte ich doch— eh— wenig Vergnuͤgen darau finden,— Euere Sache durch Aufdringlichkeit zu er⸗ ſchweren, oder Euch Red und Antwort abzufordern, die man leichter gibt, als erlangt. Aber wenn na⸗ mentliche Verhaftsbefehle und Zeugniſſe vorliegen— und dieſer Name, Tauf⸗ und Familien⸗Name— einer— eh— gegenwaͤrtigen Perſon angehoͤrt, wel⸗ ce, wie ich boffe faͤlſchlich,— beſchuldigt wird— a hem— die Gemuͤther zu abermaligen Reibungen und Unruhen zu entflammen, um die eben erſt erloſchene Flamme des Buͤrgerkriegs wieder anzufachen, dann Herr iſt es eine ganz andere Sache, und ich bin genöthigt,— hum— meine Pflicht zu thun.“
Als der Richter ſeine Rede ſchloß, ſtand er auf und ſah ſo kuͤhn als ihm moͤglich war, um ſich. Ich hielt den Angenblick fuͤr meine Befreiung gunſtig, draͤngte mich nahe an den Richter und ſeinen Schrei⸗ ber, und theilte ihnen meinen Entſchluß mit, ihnen beizuſtehn. Aber Herries lachte nur uͤber die dro⸗


