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zoch einen Kuß hinzu; ſo daß ich nun faſt ſicher bin, mir in der ſchoͤnen Dorcas eine Anhaͤngerin erwor⸗ ben zu haben. Wenigſtens erröthete ſie, ſchob mit der einen Hand ihr kleines Geſchenk in die Taſche, waͤh⸗ rend ſie mit der anderen ihre hochrothen Bander wie⸗ der ordnete, die durch das Straͤuben um den Kuß zu verhindern, in Unordnung gerathen waren.
Als ſie beim Fortgehn die Thuͤre zuſchloß, ward ſie bleich, ſah mich mit herzlichem Mitleiden an, und prach:„nun, od Du verruͤckt biſt oder nicht, ein ſcchmuker Burſche biſt Du auf jeden Fall.“
Ja dieſen unheimuchen Worten lag der Schluͤſſel u dem Vorwand unter dem man mich gefangen hielt. Freilich mochte ich in der Fieberhitze oft genug phan⸗ taſirt haben, aber bei meiner jetzigen Gemuͤthsſtim⸗ mung kann man doch unmoͤglich meine Einkerkerung mit dem zerruͤtteten Zuſtand meines Geiſtes beſchoͤni⸗ gen. Ich muß nun durch ein geſetztes ruhiges Be⸗ eragen gegen alle, die ſich mir nahen meinen Unter⸗ bruͤckern den Vorwand rauben, unter dem ſie mir meine Freiheit entziehn. Ich habe ein ſchauderhaf⸗ ter Geranke!— von Menſchen gehoͤrt, die man tyran⸗ niſcher Weiſe in ein Tollhaus ſperrte, und die nach langen Jahren des Elends, in den Zaſtand der Un⸗ luͤckſeligen verfielen, mit denen man ſie eingekerkert atte. Iſt es aber der menſchlichen Natur moͤglich, mit feſtem, innerem Willen, anſteckenden, außeren Sympathien zu widerſtehn, ſo ſoll es gewiß bei mir
nie daßt kommen.
Jetzt aber ſetze ich mich um meine Gedanken zu bernhigen und zu ordnen, um meinen Kertermeiſter — denn ſo muß ich ihn nennen— gehorig anzureden.
Nur mit Muͤhe konnte ich das Gefuhl des erlitteuen
Rurechts und der Nache, die ſich zuerſt in meiner Feder aus prachen unterdruͤcen, und einen zuvorommende ren Ton anneh nen. Ich erwaͤhnte die beiden Male wo er mir mit der groͤßten Gefahr das Leden rettete, fuͤgte hinzu, daß ich uͤbeczeugt waͤre, daß die Gefan⸗


