24, 7 andern Ufer der Tweede ſah, das ſehr alte Getäfel, woraus der Fußboden und das Geſimſe beſtand, war mit einem Fleiße geſcheuert, den eine Schottlaͤnderinn kaum ihrem koſtbarſten Möbel ſchenkt.
Die Zimmer, welche zu meinem Gebrauch beſtimmt waren, beſtanden in einer Schlafſtube, einem anſtoſſen⸗ den kleinen Wohnzimmer, mit welchem ein noch klei⸗ neres Kabinet in Verdindung ſtand, welches ein ſchma⸗ tes Fenſter hatte, das vor Alters zur Schießſcharte gebient zu haben ſchien und nun der Luft und dem Licht einen frehen Durchgang gewährte; aber außer⸗ dem konnte man unmöglich erwas anderes als den blauen Himmel ſehen, und ſelbſt den nur, wenn man ſich auf einen Stuhl ſtellte. Es war noch eine Spur eines beſonderen Eingangs in das Kabinet vorhanden, außer dem der in das Wohnzimmer führte, der aber erſt kürzlich zugemauert worden war, wie ich entdeckte, indem ich einen Theil der Tapeten wegriß, die das friſche Mauerwerk bedeckte. Ich fand daſelbſt meine Kleider, Weißzeug und andere Bedurfniſſe, ja ſogar mein Schreibzeug, das Feder, Dinte und Papier ent⸗ hielt, ſo daß ich im Stande bin, dieſen Bericht von meiner Geſangennehmung, mit Muſe(und Gott weiß es, ſie iſt ungeſtört genug) niederzuſchreiben. Natür⸗ lich vertraue ich ſie meinem Pulte nicht an, ſondern ich trage die geſchriebenen Blätter bei mir, ſo daß man mir ſie nur mit Gewalt entreißen kann. Ich gebrauche auch die Vorſicht, nur in dem kleinen Kabi⸗ net zu ſchreiben, ſo daß ich, wenn ſich jemand dem anderen Zimmer nähert, Zeit genug habe, mein Ta⸗ gebuch bei Seite zu legen, ehe man kommt.
Die Dienſtboren, ein kräftiger Landburſche und ein zierliches Landmädchen, das einem Milchmädchen nicht unahnlich ſieht, ſcheinen von dem ächten Schlag engliſcher Bauern zu ſeyn, denken wenig, wünſchen faſt gar nichts, das außer dem beſchrankten Kreiſe ih⸗ rer Pflichten und Vergnügungen liegt, und kennen die Neugierde nicht, ſich auch nur im Geringſten in


