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die ein Kind in einem Augenblick überſchritten hätte — ei Schlagbaum, der mich auf ewig von England trennen ſollte, und vom Leben. Bald hörte ich nicht blos die furchtbare Brandung ſich nahn, ſondern ich ah auch, bei ſchwankendem Lichte des Mondes, die ſchäumenden Wogen der verſchlingenden Wellen, die wie hungrige Wölfe auf ihre Beute ſtürzten.
Der geringſte Stratl der Hoffnung hatte mich verlaſſen, keine Rettung ſchien mehr moͤglich; da über⸗ mannte das Bewußtſeyn meines Zuſtandes die Fe⸗ ſtigkeit, mit der ich alles bisher ertrug. Meine Augen wurden feucht— ſchwindelnd und verzweifelt vor Furcht mein Kopf— ich ſchnatterte und heulte wie ie heulende, tobende See. Schon hatten zwei große Wellen den Wagen erreicht, da erſchien, wie durch Zauber, der oft erwähnte Anführer der Rebellen an meiner Seite. Er ſprang vom Pferde in den Wagen, zerſchnitt die Leinewand, die mich feſſelte, befahl mir aufzuſtehn und ins Teufels Namen das pferd zu beſteigen.
Wie er aber ſah, daß ich unfähig war, ihm zu ge⸗ borchen, da ergriff er mich, wie man ein halbjähkiges Kind faßt, warf mich auf das Pferd, ſprang hinten auf, hielt mich mit der einen Hand, während er mir der Anderen das Pferd lenkte. Hüflos und von Schmerzen gepeinigt wie ich war, wor mir der Grad der Gefahr unbekannt in der wir ſchwebren; einmal aber glaubte ich, mußte das Pferd ſchwimmen oder
war doc nahe daran, und nur mit Mühe gelang es 3 meinem ernſten, gewaltigen Führer, meinen Kopf
über dem Waſſer zu halten. Vorzüglich erinnere ich mich des Sioßes, den ich fühlte, als das Thier, in⸗ dem es verſuchte das Ufer zu erreichen, ſich bäumte
und faſt rücklings unggeſtürzt wäre ſammt ſeiner Laſt.
Wahrſcheinlich dauerte dieſer grauenvolle Zuſtand wohl nicht mehr als zwei oder drei Minuren, Enſſetzen und Todesangſt aber ſchien ſie mir fürchterlich zu ver⸗
langern. Als ich ſo dem Untergang entriſſen worden war⸗


