Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Mantel umhat) und Dir ſagen, was es Neues gibt; ſollte auch das Gut dort gewaltſam angegriffen wer⸗ den, ſo vertraue ich auf Deine Treue, daß Du meine Schweſter nach Dumfries in das Haus unſeres Freun⸗ des Corſack fuͤhren, und die bürgerlichen Behoͤrden von dem Unfall in Kenntniß ſetzen wirſt.

Der alte Seemann ſchwieg einen Augenblick.Es iſt eine harte Aufgabe fuͤr mich, ſagte er dann,Ew. Gnaden in der Noth zu verlaſſen; und dennoch wird meine Gegenwart die Sache noch verſchlimmern, auch muß man freilich fuͤr Ew. Gnaden Schweſter, Miß Rahel ſorgen, das iſt gewiß, denn wenn die Schurken einmal Unheil anzuſtiften anfangen, ſo werden ſie auch nach Mount Sharon kommen, nachdem ſie dieſes kleine Rhede⸗Plaͤtzchen zerſtoͤrt haben werden, wo ich lebens⸗ laͤnglich vor Anker zu liegen hoffte.

Recht ſo, John Davies, ganz recht, ſagte Jo⸗ ſug Geddes 3 es waͤre am beſten, wenn Du auch die Hunde mitnaͤhmeſt.

Ja, ja, Herr, ſagte der Veteran,ſie haben ohnehin meine Gemuͤthsſtimmung und würden nicht ru⸗ hig Unheil anſtiften ſehen; ſo koͤnnte ſte leicht ſelbſt ein Unglück treffen, die armen gutmuͤthigen Thiere. Alſo Gott ſegne Ew. Gnaden. Ich meine Ew. Wohl⸗ geboren ich kann es nicht uͤber mich bringen, Lebe⸗ wohl zu fagen. He da, Neptun, Thetis; kommt, ihr Hunde, kommt.

Indem er das ſagte, verließ John Davies mit ge⸗ beugtem Gemuͤthe die Huͤtte.

Nun da geht eines der beſten und getreuſten Ge⸗ ſchoͤpfe, das je geboren ward, ſagte Mr. Geddes, als der Oberaufſeher die Thuͤre zumachte.Die Natur gab ihm ein Herz, das es nicht zugelaſſen haben wür⸗ de, eine Fliege zu toͤdten; aber Du ſiehſt, Freund La⸗ timer, ſo wie die Menſchen ihre Kettenhunde mit Sta⸗ chelhalsbaͤndern, und ihre Haͤhne mit ſtaͤhlernen Sporen bewaffnen, um ſie zum Kampf zu reizen, ſo verderben