Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Zwiſchen acht und neun Uhr, als es nſing dun⸗ kel zu werden, gingen wir auf der Terr ſpatzieren, um den Anblick des Firmamentes zu genießen, wo Millionen Sterne durch den leichten Anſtrich eines Sommerfroſtes, in zehnfachem Glanze ſchimmerten. Als wir das erhabene Schauſpiel betrachteten, war, glaube ich, Mrs. Geddes die erſte, die unſere Auf⸗ merkſamkeit auf einen fallenden Stern oder Sternſchuß lenkte, der, wie ſie ſagte, einen langen Schweif hinter ſich zuruͤckließ. Als ich nach der Himmelsgegend ſchau⸗ te, die ſie bezeichnete, ſo ſah ich deutlich zwei Rake⸗ ten ſteigen und in der Luft zerplatzen.

Dieſe Lufterſcheinungen, ſagte Mr. Geddes, antwortend auf die Bemerkung ſeiner Schweſter,ſind nicht im Himmel entſtanden, auch ſind ſie kein gutes Zeichen fuͤr die Bewohner der Erde.

Als er es ſprach, ſah ich nach einer anderen Him⸗ melsgegend, und da ſtieg, als waͤre es ein Signal zur Antwort auf die ſchon geſehenen, eine Rakete von der Erde hoch in die Luft und ſchien erſt unter den Ster⸗ nen zu zerplatzen..

Mr. Geddes ſchien einige Minuten in Nachdenken zu verſinken und ſprach dann zu ſeiner Schweſter: Nahel, obſchon es ſpaͤt wird, ſo muß ich doch noch zu den Fiſcherhaͤuschen hinab und muß die Nacht in dem Zimmer des Oberaufſehers zubringen.

Ach, nicht doch, antwortete das Frauenzimmer, denn ich bin nur zu gewiß, daß dieſe Kinder Be⸗ lials die Pfahlnetze und Reuſen bedrohen. Joſua, Du biſt ein Mann des Friedens, willſt Du Dich denn freventlich der Verſuchung ausſetzen, den alten Adam in Dir zu reizen und Dich in Zank und Streit zu mi⸗ ſchen?

Wohl bin ich ein Mann des Friedens, antwor⸗ tete Mr. Geddes,bin es bis zur hoͤchſten Ausdeh⸗ nung, die unſere Freunde vom Menſchen verlangen; auch habe ich bis jetzt, und hoffe au t, mit Gottes Huͤlfe,