nug zum Schreiben habe, ſo will ich es verſuchen, meine Gedanken freimuͤthig und ohne Rukhalt, wie vor Zeiten, auszuſprechen, wenn ſchon wahrſcheinlich die fruͤhere muntere und glürkliche Fröhlichkeit ſie nicht mehr wuͤrzt.
Sollte dieſes Papier andere Haͤnde als die Dei⸗ nigen erreichen, ſo werde ich auch dann noch den Aus⸗ druck meiner Gefuͤhle nicht bereuen. Denn wenn ich auch geſtehe, daß Fugend und Unerfahrenheit ihren Theil beigetragen haben, mich in das thoͤrichte Un⸗ ternehmen zu ziehen, ſo fuͤrchte ich doch nicht, daß meine Erzaͤhlung mich ſelbſt be ſchaͤmen wird. Ja ich hoffe ſogar, daß die einfache Offenheit, mit welcher ich jeden beſondern ungluͤcklichen Gegenſtand erzahlen
werde, ſelbſt einen Fremden, zu meinen Gunſten ſtim⸗
men wird; und daß unter der Menge der anſcheinend unbedeutenden Umſtaͤnde, welche 5 der Laͤnge nach erzaͤhlen will, ſich doch ein Schluſfel finden wird, der mir die Chore meines Ge fauaniſes oͤfnen kann Noch ein anderer Fall iſt der wahrſcheinlichſte— das Sagebn ch naͤmlich, das ich jetzt ſchreibe, mag viel⸗ leicht nie, weder die Hand des theueren Freundes, den es beſtimmt iſt, noch die eines gle den erreichen, ſondern es wird die 2 der Men⸗ ſchen werden, die mich jetzt gefangen halten. Mag es ſeyn— ſie eeden wenig daraus erſehen, was ſie nicht ſchon wiſſen: daß ſich als Mann als Englaͤn⸗ der, meine Seile in mir uͤber die Beh anzlung em⸗ poͤrt, die ich erdulden muß; daß ich entſchlöſſen, je⸗ des Mittel, das mir zu Gebote ſteht, zu benutzen, um meine Freiheit wieder zu erlangen; daß die Ge⸗ fungenſehaft meinen Geiſt nicht beugte, und daß ich, bſchon ſie ohne Zweifel ihr Verbrechen mit einem Mord beſchließen koͤnnen, immer bereit ſeyn werde, meine gerechte Sache den Gerichten meines Materlandes Stt uͤbergeben. Ich fahre daher in der Erzaͤhlung der Be⸗ gebenheiten fort, die mich ſeit dem Schluſſe meines
—


