70 ſig in ſeinen Reden zu ſeyn. Ich konnte alſo weiter nichts thun, als mich anlehnen und zuhören.
„Vielleicht deneſt Du, Alan, weil ich von meinen wuͤrdigen Clienten mit der Beſorgung einiger Geſchaͤfte beauftragt bin, ſo wuͤrde ich Dir ſie auch augenblick⸗ lich uͤbertragen, und Dir auf dieſe Weiſe, ſo weit naͤmlich meine kleinen Geſchaͤfte und mein Einfluß teichen, ſogleich eine nicht unbedeutende Praxis verſchaf⸗ fen; und freilich, Alan, hoffe ich auch den Tag noch zu erleben, an welchem es geſchehen ſoll. Aber ehe ich, wie das Sprichwort ſagt, meine eigenen Fiſche meinen eigenen Seemoͤven vorwerfe, muß ich meines ei⸗ genen Charakters wegen, auch ſicher ſeyn, daß meine Seemöve ſie tuͤchtig anpacken kann. Was ſagſt Du dazu?“
. Ich bin ſo weit davon entfernt,“ antwortete ich,„eine zu ſruͤhe Praxis zu wuͤnſchen, daß ich gern einige Dage dazu beſtimmen moͤchte—
„Zu weiterem Studio, willſt Du ſagen, Alan. Aber das iſt jetzt auch nicht der rechte Weg— Du mußt die Hoſpitaͤler beſuchen— mußt den Lazarus heilen— Du mußt einen abgeſtorbenen Körper zer⸗ ſchneiden und zerlegen, um dadurch Deine Geſchick⸗ lichkeit zu bezeugen.“
Ich erwiederte:„Gewiß werde ich die Sache ei⸗ nes Armen mit Vergnuͤgen uͤbernehmen, und mir ſo viel Muͤhe dafuͤr geben, als gaͤlte es, einen Herzog zu vertheidigen; aber die naͤchſten zwei oder drei Tage—“
„Muͤſſen ernſtem Studio gewidmet werden, Alan — ſehr ernſtem Studio; denn Du mußt Dich vorbe⸗ reiten, naͤchſten Dienſtag in praesentia Dominorum einen oͤffentlichen Vortrag zu halten.“
„Ich, Sir!“ erwiederte ich voll Erſtaunen,— ich habe ja meinen Mund noch nicht in der Vorzalle aufgethan.“
„HKuͤmmere Dich nichts um die unteren Inſtanzen, Freund,“ ſagte mein Vater;„wir wollen Dich ploͤtz⸗ lich in das Allerheiligſte fuͤhren, uͤher Stock und Stein.“
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