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„Kein Unfall iſt mir, Gott Lob, begegnet,“ ſagte Willie,„nur das Ausbleiben des faulen Schlingels, des herumſtreifenden Rob's, meines Kameraden, der auf den Duͤnen zu mir kommen ſollte, hielt mich auf. Aber ich habe einen tuͤchtigen Stellvertreter fuͤr ihn be⸗ kommen, der wohl ein Dutzend ſolcher Galgenſtricke
werthy iſt.“
„Wen haſt Du denn aufgetrieben, alter Willie?“ fragten ein halb Dutzend Stimmen, waͤhrend ſich aller Augen auf Deinen gehorſamen Diener richteten, der ſo gut wie moͤglich die Faſſung zu behalten ſuchte, ob⸗ gleich es ihn eben nicht gar ſehr erfreute, der Mittel⸗ punkt zu werden, nach welchem ſich alle Augen rich⸗ teten. 3
„Ich kenne ihn am geſaͤumten Halstuch,“ ſagte ein Burſche:„es iſt Gil Hobſon, der gewandte Schnei⸗ der aus Burgh.— Willkommen in Schottland, Mei⸗ ſter Nadeloͤhr,“ ſchrie er, indem er eine ungeheure Pfole, ſchwarz wie der Ruͤcken eines Dachſes, aus⸗ ſreekte. 4 „Gil Hobſon? ja Gil Deufelsſohn!“ ſchrie der wandernde Willie;„es iſt ein netter Burſche, ich halte ihn für einen Lehrling des Joſug Geddes im Quaͤker⸗ handwerk.“ ¹
„Was mag das fuͤr ein Handwerk ſeyn, Freund?“ fragte der dachsbraun Fauſtige. 3
„Beten und Singen“— ſagte Willie, was ein donnerndes Lachen hervorbrachte;„ich aber will den Geſellen ein beſſeres Geſchaͤft lehren, naͤmlich zechen und geigen.“
Das Willie etwas von meinem wirklichen Stande verrieth, war eigentlich gegen die Abrede; doch freute es mich, daß er es that, denn im Fall einer Entdeckung haͤtte uns Beiden bei dieſen rauhen, wilden Menſchen unſere Liſt uͤbel zu ſtehn kummen koͤnnen, auch uͤberhob es mich der Muͤhe, einen angenommenen Stand zu be⸗ haupten. Die gute Geſellſchaft bekuͤmmerte ſich nicht weiter um mich, ein oder zwei Frauenzimmer vielleicht


