Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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nigſtens zehn Meilen davon entfernt waͤre, ſo wuͤrde er ſicher geglaubt haben, das waͤre das Schloß Red⸗ gauntlet. Sie ritten in den Vorhof, uͤber die verwit⸗ terte Zugbruͤcke, dann durch das alte gothiſche Thor; die Vorderſeite des Hauſes war hell erleuchtet, da er⸗ toͤnten Pfeifen und Geigen, da wurde getanzt und ju⸗ bilirt, wie im Hauſe des Sir Robert am Weihnachts⸗ abend und an Jubilate, oder an anderen Feſten. Sie ſtiegen ab und mein Großvater band, wie es ihm ſchien, ſein Pferd an denſelben Ring, an den er es denſelben Morgen befeſtigt hatte, als er zu dem jun⸗ gen Sir John ging. 4

„Gott,“ ſagte mein Ahne,„wenn Sir Roberts Tod nur ein Traum waͤre!“

Er klopfte an das Tyor der Halle, wie er es ge⸗ woͤhnlich that, und ſiche da, wie gewoͤhnlich, oͤffnet ihm auch ſein alter Bekannter Dougal Mac Callum die Chuͤre und ſpricht:„Pfeifer Steenie, ſeyd Ihr da⸗ Burſche? Sir Robert hat eben nach Euch ge⸗ ragt.

Mein Ahne glaubt zu traͤumen— er ſieht ſich nach dem Fremden um, der war weg. Endlich, wagt er zu ſagen:„Ha, Dougal, lebt Ihr denn noch? Ich dachte ja, Ihr waͤr't geſtorben.“

„Kuͤmmert Euch nichts um mich,“ ſagte Dougal, ſondern nehmt Euch in Acht; nehmt von niemanden etwas an, weder Eſſen noch Trinken, auch kein Geld; nur eben Euere Quittung.“

Indem er das ſagt, führt er ihn durch Hallen und Vorplaͤtze, die meinem Ahnen wohl bekannt wa⸗ ren, in das große, mit Eichenholz getaͤfelte Wohnzim⸗ mer. Da erſchallten unzuͤchtige Geſaͤnge, da ſunkelte der rothe Wein, da hoͤrte man Gotteslaͤſterungen und Zweideutigkeiten, grade wie zu Schloß Redgauntlet, als es in hoͤchſter Bluͤthe ſtand.—

Aber, Gott halte uns in ſeinem heiligen Schutz, welche ſchreckliche Geſpenſtergeſtalten ſaßen um den Tiſch!— Mein Ahne kannte viele von ihnen, die