Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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ſchlaf ruhte! Die Nacht vor dem Begraͤbniß wußte ſich

ougal nicht mehr zu helfen; er beugte ſeinen ſtolzen Geiſt, und bat den alten Hutcheon höflichſt, eine Stunde bei ihm in ſeinem Zimmer zuzubringen. Im Thurm angekommen, nimmt Dougal ein Glas Branntwein zu ſic, gibt dem Hutcheon ein anderes, wuͤnſcht ihm Geſundheit und ein langes Leben; was ihn be⸗ traͤfe, ſagte er, er wuͤrde nicht mehr lang am Leben bleiben, denn ſeit Sir Roberts Tod erklinge jede Nacht der Ton ſeines ſilbernen Pfeifchens von ſeinem Parade⸗ bett her, gerade ſo wie er es zu ſeinen Lebzeiten that, wenn er im Bett umgewendet werden wollte. Dougal ſagte ferner, daß er ſich, weil er allein mit dem Tod⸗ ten auf dieſem Schloßfluͤgel wohne(denn niemand trug Sorge, bei dem Sir Robert Redgauntlet wie bei an⸗ deren Leichen zu wachen), bisher nicht getraut haͤtte, dem Rufe zu folgen, nun aber druͤcke ihn das Gewiſ⸗ ſen, daß er ſeine Pflicht vernachlaͤßigt habe; dennob⸗ gleich der Tod die Dienſtpflichten vermchtet, ſagte Mac Callum, ſo ſoll er doch nie meine Dienſte ge⸗ gen Sir. Robert aufyeben; und ſo Du, Hutcheon mir folgſt, will ich ſeinem naͤchſten Pfeifen Folge leiſten. Hutcheon hatte gerade keine ſonderliche Freude daran, aber er hatte dem Dongal in Schlacht und Streit zur Seite geſtanden, und wollte ihn nun in der hoͤchſten Gefahr nicht verlaſſen; ſo ſaßen die Maͤnner bei einem Krug Branntwein zuſammen. Hutcheon, der etwas von einem Geiſtlichen an ſich hatte, wollte ein Capitel in der Bibel leſen; aber Oougal wollte hoͤ hſtens ein Lied des David Lindſay hoͤren, freilich eine ſchlechte Vorbereitung. Als die Mitternachtsſtunde herbei kam, und alles im Haus ruhig war, wie im Grabe, da ertoͤnte rich⸗ tig das ſilberne Pfeifchen ſo ſcharf und ſchneidend, als ob Sir Robert es bliefe; die beiden alten Diener mach⸗ ten ſich auf und nahten ſich zitternd dem Gemache. Hutcheon ſah bei'm erſten Blick ſchon genng; Kerzen brannten im Gemache, bei deren Schein er den bößen

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