Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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waͤre es gar nicht anders moͤglich, oder als muͤßte

man nothwendiger Weiſe zu der einen oder zu der an⸗

deren Partei halten. Doch war er den Whigs nicht abgeneigt, auch gefiel ihm das Blutoergießen ganz und gar nicht, obgleich er, da er dem Sir Robert im Ja⸗ gen und Hetzen, im Auflauern und im Ergreifen fol⸗ gen mußte, manches Unrecht zuſah, auch es ſelbſt zu thun nicht immer vermeiden konnte.

Steenie ſtand alſo in gewiſſer Gunſt bei ſeinem Herrn, kannte alle Leute, die in der Umgegend des Schloſſes wohnten, und ward oft zu ihren Vergnugen gerufen, um auf der Pfeife zu ſpielen. Der Keller⸗ meiſter, der alte Dougal Mac Callum, der den Sir Robert im Gluͤck und im Ungluͤck, durch diek und dunn, durch Suͤmpfe und Stroͤme begleitet hatte, war ein beſonderer Freund der Pfeife, und legte manches gute Wort fuͤr meinen Großvater bei dem Laird ein, denn Dougal konnte ſeinen Herrn um den Finger wickeln.

So weit war alles gut, bis die Revolution aus⸗ brach, die dem Dougal und ſeinem Heern faſt das Herz abſtieß. Doch war die Veraͤnderung nicht ſo groß, wie ſie es fürchteten und andere hofften. Die Whigs machten ein arges Geſchrei, was ſie nun wohl mit ihrem alten Feinde, mit dem Sir Nobert Red⸗ gauntlet anfangen ſollten. Aber es waren zu viel große Herren in der Sache verwiekelt, als daß man es haͤtte wagen durfen, eine funkelneue Welt zu ſchaffen. So ging das Parlament leicht daruͤber hinaus, und Sir Robert, der nun Fuͤchſe ſtatt Covenanters jagen muß⸗ te, blieb grade derſelbe Mann, wie vorher. Eben ſo laut waren ſeine Zechgelage, eben ſo hell erleuchtet var ſeine Halle, wenn er ſchon die Strafgelder der Nicht⸗Conformiſten entbehren mußte, die Kuͤche und Keller verſorgten; denn ſo viel iſt einmal gewiß, er wurde ſtrenger auf das Pachtgeld, als fruͤher, und wollten die Untergebenen den Laird nicht unwillig ma⸗ chen, ſo mußten ſie es puͤnktlich berichtigen. Auch war er ſo ein fuͤrchterlicher Menſch, daß ihn niemand