Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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in dem Grunde des Solway ſtehen bleiben, die Fluth ſoll ſie wegſchwemmen; gluͤcklich fuͤr Euch, wenn nicht ein Pachter mit ſchwimmt.“ 4.

„Freund,“ erwiederte Joſua mit einem erzwun⸗ genen Laͤcheln,„wuͤßte ich nicht daß Du nicht denkſt wie Du ſprichſt, ſo wurde ich Dir ſagen, daß wir un⸗ ter dem Schutz der Landesgeſetze ſtehn; und wir ver⸗ laſſen uns um ſo viel mehr auf deren Schirm, da un⸗ ſere Grundſäͤtze uns nicht erlauben, uns mit offener Gewalt zu beſchuͤtzen.“

„Lauter niedriges Geſchwaͤtz und Feigheit,“ ſchrie der Fiſcher,„das Euern ſcheinheiligen Geiz bemaͤnteln ſoll!“

„Nenne es nicht Feigheit, mein Freund,“ ant⸗ wortete der Quaͤker,„da Du wohl weißt, daß wenig⸗ ſtens eben ſo viel Muth dazu gehoͤrt zu dulden wie zu handeln; dieſer Juͤngling oder irgend ein anderer, urtheile, ob nicht— ſelbſt in der Meinung der Welt, deren Anſichten Du huldigſt— ob es nicht feiger iſt, bewaffnet zu unterdruͤcken und zu ſchmaͤhen, als wehr⸗ los zu dulden und zu leiden!“.

„Ich werde keinen Wortwechſel mehr mit Euch daruͤber fuͤhren,“ ſagte der Fiſcher, welcher von dem letzten Grund des Mr. Geddes ergriffen, ihm nun Platz machte ſeinen Weg fortzuſetzen,—„doch vergeßt nicht,“ fuͤgte er hinzu,„daß Ihr nun foͤrmlich gewarnt worden ſeyd, und glaubt ja nicht, daß wir ſchoͤne Wor⸗ te zur Entſchuldigung fuͤr ſchlechte Handlu gen anneh⸗ men werden. Dieſe Eure Netze ſind ungeſetzlich— ſie beeintraͤchtigen uns in unſerer Fiſcheret— und wir werden ſie umwerfen auf jede Gefahr hin! Ich bin ein Mann von Wort, Freund Joſua!“

„Ich glaube es gerne, ſagte der Quaͤker;„aber um ſo vorſſchtiger ſollteſt Du dann auch feyn, das zu ſagen, was Du nie ausführen wirſt. Denn ich ſage Dir, Freund, obzwar ein ſo großer Unterſchied zwi⸗ ſchen Dir und einem unſres Volkes iſt wie zwiſchen

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