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feinigen. Muͤßte ich mein Brod verdienen, ich wuͤr⸗ de, glaube ich, dieſe mir eigne Art von Entbehrung weniger fuͤhlen. Die nothwendigen Verbindungen zwi⸗ ſchen Herrn und Diener wuͤrden wenigſtens einen Kno⸗
ten knuͤpfen, der mich dem uͤbrigen menſchlichen Ge⸗ ſchlechte naͤher braͤchte— doch wie es jetzt iſt, ſcheint meine Unabhaͤngigkeit ſelbſt, die Eigenheit meiner La⸗ ge zu vergroͤßern. Ich bin wie ein Fremder in ei⸗ nem beſuchten Caffsehauſe, er koͤmmt, verlangt irgend eine Erfriſchung, zahlt ſeine Rechnung, und wird vergeſſen, ſobald der Aufwaͤrter:„Ich danke Ihnen, mein Herr,“ ſagt.
Ich weiß, Dein guter Vater nennt das eine Suͤn⸗ de gegen die Dankbarkeit und fragt: wie es mir wohl zu Muthe ſeyn wuͤrde, wenn ich, ſtatt daß ich jetzt meine Rechnungen wegwerfen kann, die Nache des Wirthes ertragen mußte, wenn ich ſie nicht zah⸗ len koͤnnte. Ich weiß nicht, wie es iſt; aber obſchon dieſe ganz richtige Bemerkung meine Gedanken durch⸗ kreuzt, obſchon ich geſtehen muß, daß 400 Pfund jaͤhrliches Einkommen jetzt, 300 in Zukuuft und Gott weiß, wie viel Hunderte noch kuͤnftig eine ganz huͤb⸗ ſche und annehmliche Sache ſind, ſo gaͤbe ich doch
gerne die Haͤlfte dieſer Summe darum, Deinen Vater Wate nennen zu koͤnnen, ſollte er mich, auch ſtünd⸗ lich meiner Traͤgheit wegen zanken, und Dich, mein Alan, meinen Bruder, wenn auch die Verdienſte die⸗ ſes Bruders die meinigen gaͤnzlich verdunkeln wuͤrden⸗


