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Aennchen zoͤgerte nie, wenn eine Pflicht der Menſchlichkeit zu erfuͤllen war. Sie erkundigte ſich ſchnell nach der Beſchaffenheit der Wunde, und der wuͤrdige alte Haͤuptling, den ſie in Darnlinvarach geſehen, und deſſen Anblick ſie ſo lebhaft bewegt hatte, floͤßte ihr ſo viel Theilnah⸗ me ein, daß ſie eilte, das Gefuͤhl ihres eigenen Kummers auf einige Zeit zu verlieren, bei dem Bemuͤhen, Andern nuͤtzlich zu ſein.
Dalgetty fuͤhrte Aennchen Lyle ſehr ſeierlich in das Zimmer des Kranken, wo ſie zu ihrem Erſtaunen den Grafen von Menteith fand. Sie konnte ſich bei ſeinem Anblicke des Erroͤthens nicht erwehren, das ihre Wange faͤrbte, und um ihre Verwirrung zu verbergen, unterſuchte ſie ſogleich die Wunde des Ritters von Arden⸗ vohr, wobei ſie ſich leicht uͤberzeugte, daß ihre Geſchicklichkeit zur Heilung derſelben nicht hin⸗ laͤnglichwr.
Dalgetty begab ſich wieder in ein großes Hintergebaͤude, wo unter andern Verwundeten auch Ranald, der Nebelſohn, auf der Erde lag⸗ Mieein alter Freund, ſprach der Ritter, wie


