Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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ihr Lied einen tiefern Eindruck auf den Ritter zu machen ſchien, als man bei ſeinem Alter und ſeiner Gemuͤthsart haͤtte erwarten koͤn⸗ nen. Er wußte zwar wohl, daß der Hochlaͤn⸗ der jener Zeit weit mehr Sinn fuͤr Erzaͤhlun⸗ gen und Geſang beſaß, als man unter den Bewohnern des Niederlandes fand; aber dieß ſchien ihm doch kaum die Verlegenheit zu er klaͤren, womit der alte Mann ſeine Blicke von der Saͤngerinn abwandte, als ob er ſie ungern auf einem ſo liebenswuͤrdigen Gegenſtande haͤtte ruhen laſſen. Noch weniger ließ ſich erwar⸗ ten, daß Zuͤge, worin Stolz, ernſter Verſtand

Morgen des Brigittentages, vor zwölf Jahren, als die Fiſcher bei Campſie in ihren Netzen weder Lachs⸗ kunze noch Salm ſingen, ſondern ein halb todtes Kind, das ſeitdem in Elend lebte, und ſterben muß, wenn es jetzt nicht Hilfe findet. Und die Edelfrau antwortet:Geſegnet ſei die heilige Brigitta und ihr Tag! Dieß ſind meines erſchlagenen Gemahls dunkle Augen und ſein Falkenblick, und dein ſei das Erbe ſeiner Witwe! Sie rief ihre Dienerinnen herbei, und ließ das Mädchen in Seide und Sammet klei⸗ den, und die Perlen, die man ihr in die ſchwarzen Locken ſtocht, waren weißer, als die eiſigen Hagel⸗ körner.