Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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kuͤndigten das freie hochlaͤndiſche Maͤdchen. Auf⸗ gewachſen in der innigſten Vertraulichkeit mit Angus Mac⸗Aulay, ſeinem Bruder, dem Gra⸗ fen von Menteith und andern jungen Leuten, die Darnlinvarach beſuchten, hatte ſie nichts von jener Blodigkeit, die ein, meiſt unter Frauen erzogenes Maͤdchen bei einer ſolchen Gelegenheit entweder wirklich gefuͤhlt, oder doch zu verrathen fuͤr nothwendig geachtet ha⸗ ben wuͤrde.

Ihr Anzug hatte etwas Alterthuͤmliches; denn neue Trachten drangen ſelten ins Hoch⸗ land, und wuͤrden nicht leicht ihren Weg in ein Schloß gefunden haben, das meiſt nur von Maͤnnern bewohnt war, die ſich bloß mit Krieg und Jagd beſchaͤftigten. Aber Aennchens An⸗ zug war nicht nur anſtaͤndig, ſondern ſelbſt

koſtbar. Ihr offnes Jaͤckchen mit hohem Kra⸗

gen war von blauem Tuche, reich geſtickt, und hatte filberne Haͤkchen, womit ſte es nach Ge⸗ fallen zuſammenheften konnte. Die weiten Aermel reichten nur bis auf den Elbogen her⸗ ab und waren am unteren Rande mit gold⸗