ran ich Antheil genommen, haben manche Fa⸗ milie elend gemacht: ſo will ich wenigſtens ver⸗ ſuchen, ob ich nicht eine gluͤcklich machen kann. Es giebt ja noch Maͤdchen und Guͤter genug in Schottland— ich verſpreche Euch, mein edler Verbuͤndeter, daß der junge Bennygask eine reiche Frau bekommen ſoll.
„Mylord!“ ſagte Warden:„Ihr ſprecht edel und wie ein Chriſt. Ach, dies iſt ja ein Land des Haſſes und Blutvergießens, laßt uns nicht die letzten Spuren von Liebe und haͤuslichem Gluͤck daraus vertilgen! Strebt nicht ſo nach Reich⸗ thum fuͤr Euern edlen Verwandten, Mylord Morton, denn Ihr ſeht ja, daß die Zufrieden⸗ heit in der Ehe keinesweges davon abhaͤngt.“
Wenn Ihr auf mein haͤusliches Ungluͤck an⸗ ſpielt, ſagte Morton— deſſen Gemahlin, die er des Standes und der Ehre wegen geheirathet hatte, gemuͤthskrank war— ſo ſchuͤtzt Euch bloß Euer Kleid, und die Freiheit, oder vielmehr Frechheit, Eures Gewerbes vor meiner Rache.
„Ach, Mylord!“ verſetzte Warden:„wie em⸗ pfindlich iſt doch die Selbſtliebe! Wenn wir, auf dem Pfade unſerer Pflicht kuͤhn fortſchreitend, die Verirrungen der Fuͤrſten ſtraften, wer pries


