28¹1 nicht uͤberlebt haben, er haͤtte ihm das Herz ge⸗ brochen.*
„Gott troͤſte den guten Abt Ingilram,“ ſagte der alte Vater Nikolas: ‚zu feiner Zeit kamen ſolche Dinge nicht vor. Man ſagt, wir ſollen aus dem Kloſter geſtoßen werden; wie ich aber anderswo leben ſoll, als wo ich nun ſiebenzig Jahre lang gelebt habe, das weiß ich nicht.— Das Beſte iſt, daß ich uͤberhanupt nicht lange mehr zu leben haben werde.“
Einige Minuten darauf oͤffnete ſich das große Thor des Kloſters, und die Prozeſſion bewegte ſich langſam feierlich aus dem hohen und reich geſchmuͤckten Portale. Kreuze und Fahnen, Kelche und andere Gefaͤße, Kaͤſtchen mit Reliquien, und Weihrauchkeſſel wurden vorausgetragen, und waren untermiſcht mit dem langen und feierli⸗ chen Zuge der Bruͤderſchaft, in ihren langen ſchwarzen Gewaͤndern und Kappen, mit den wei⸗ ßen daruͤber hangenden Scapuliren, begleitet von den verſchiedenen Kloſterbeamten, von denen je⸗ der das Zeichen ſeines Amtes trug. In der Mitte des Zuges ging der Abt, umgeben und unterſtuͤtzt von ſeinen vornehmſten Gehuͤlfen. Er trug die feſtlichſte Kleidung, und ſchien ſo ruhig und un⸗
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