279 nicht, oder, wenn Du weinen willſt, ſo weine nur uͤber ihre Abtruͤnnigkeit, nicht uͤber ihre Verbindung! Preife Gott, der Dich zu ſich ge⸗ rufen hat aus dem Aufenthalte der Suͤnde. Du warſt ja auch ein Verlorner!“
Ich will mich bemuͤhen, mein Vater, ſagte Eduard: ich will mich bemuͤhen, ſie zu vergeſſen; aber ach! ſie iſt der einzige Gedanke meines fruͤ⸗ hern Lebens geweſen. Murray wagt es aber wohl nicht, eine in Anſehung der Geburt ſo un⸗ gleiche Heirath zu beguͤnſtigen.
„Er wagt Alles, was mit ſeinem Plane uͤber⸗ einſtimmt. Das Schloß Avenel iſt feſt, und be⸗ darf eines guten, ihm ganz ergebenen Waͤchters. Der Unterſchied der Geburt kuͤmmert ihn nicht mehr als die Unebenheit des Bodens, wenn er auf demſelben militairiſche Linien und Verſchan⸗ zungen anlegen will. Aber laß deshalb Deinen Muth nicht ſinken! Erwecke Deine beſſere Seele in Dir! Denke, Du ſcheideſt nur von einem Traume, den Du in Einſamkeit und Thatenlo⸗
ſigkeit genaͤhrt haſt. Sieh! ich weine nicht, und
welcher Verluſt ſteht mir wahrſcheinlich bevor!— Blicke auf dieſe Thuͤrme, wo Heilige wohnten, wo Helden begraben liegen. Bedenke, daß ich,
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