Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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unter einer heitern Miene zu verbergen, wie das unter uns Kriegskundigen Sitte iſt, welche nie die blutigen Farben der Ausfoderung in ihrem Benehmen darlegen, bis ihre Hand zum Kampf unter denſelben bewaffnet iſt. Ich unterhielt die ſchoͤne Diſcretion mit einigen Canzonetten und andern Geſangsproben, welche ihren unerfahr⸗ nen Ohren nicht anders als hoͤchſt angenehm ſein konnten. Am Morgen ſtand ich auf, und fand meinen Gegner, der, um die Wahrheit zu ſagen, fuͤr einen unerfahrnen Bauersmann ſich ſo maͤnnlich benahm, als man nur wuͤnſchen konnte. Als es nun zum Gefechte ſelbſt kam, ehrwuͤrdiger Herr, ſo verſuchte ich ſeine Klinge mit einem halben Dutzend ganz geraden Gaͤngen, mit deren jedem ich leicht ihn haͤtte durch und durch bohren koͤnnen, wenn ich mich eines ſo un⸗

gluͤcklichen Vortheils haͤtte bedienen wollen; al⸗

lein da ich lieber Gnade mit meinem gerechten Zorn verbinden wollte, ſo dachte ich bloß dar⸗ auf, ihm eine ganz leichte Fleiſchwunde beizu⸗ bringen. Allein mitten in meiner milden Be⸗ handlung mußte er, wie ich glaube, vom Teufel von neuem gereizt werden, ſo daß er auf ſeine erſte Beleidigung nun eine neue derſelben Art