Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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habt im Leben ſo manchen Schmerz ertragen muͤſſen, laßt Euch von dieſem nicht beſiegen. Ihr wißt es nicht, welch ſchweres Leid der Allbarmherzige dadurch Eurer Gattin erſpa⸗ den wollte, daß er ſie ſo fruͤh vollendete. Mit ſeinen Frommen eilt er hinweg aus die⸗ ſem jammervollen Leben. Nun aͤngſtigt ſich ihre Seele nicht mehr um Euch, ſie iſt in der Ruhe, ſie ſteht unter Gottes Obhut und Ihr duͤrft fuͤr ſie nicht mehr bange ſeyn. Werdet ſtill und ergeben, verſuͤndigt Euch nicht durch Unmuth an dem Hoͤchſten. Ach, ich waͤre gern fuͤr ſie geſtorben, mich aber will der liebe Gott noch nicht haben. Alle, die die Edle kannten, haben um ſie geweint. Ein ehrenvolles Leichenbegaͤngniß, als ob ſie eine Koͤnigin waͤre, iſt ihr geworden. Ich weiß nicht, wie viele Vaſallen ihr die letzte Ehre erwieſen. In einen koſtbaren Sarg wurde die Leiche gelegt und im herzoglichen Gewoͤlbe in Rouen beigeſetzt. Die troſtloſe