Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
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Treue und Wahrheit mittheilen will. Nicht will ich den Perſonen, wie die Maler, ſchmeicheln, ſondern ſie Euch nach der Wahr⸗ heit darſtellen. Wenn ich manchen Tadel einſtreuen muß, ſo haltet mich nicht fuͤr lieblos und ungerecht. Man ſieht gewoͤhn⸗ lich die Fehler Anderer in hellem Lichte, in⸗ deß die eigenen gleichſam in der Daͤmmerung

ſtehen.

Mein Vater iſt ein ſehr rechtlicher Mann, dem Falſchheit und Luͤge verhaßt iſt. Den beſſern Menſchen, die er genau kennt, laͤßt er Gerechtigkeit widerfahren. 55 iſt, wie ich geſagt habe, ein Jaͤger aus Leiden⸗ ſchaft. Eine unvertilgbare Rohheit liegt in ſeinem Weſen. Oft ſcheint er, wenn man ihn nach ſeinen Worten beurtheilt, hart zu ſeyn; aber in ſeinem Innern meint er es ſo boͤſe nicht. Ob er ſelbſt ſich nicht durch Thaten ausgezeichnet hat, ſo haͤlt er ſich