Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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zwar wohl von Heiligen und Maͤrtyrern fruͤhe⸗ rer Zeiten gehoͤrt, welche fuͤr ihre religioͤſe Ue⸗ berzeugungen Qualen und Tod erduldet hatten; allein der Geiſt des frommen Enthuſiasmus, der ſie beſeelt hatte, war laͤngſt entſchlummert in der bequemen indolenten Lebensweiſe ihrer Nach⸗

folger, und ihre Thaten und Schickſale wur⸗

den, gleich denen der irrenden Ritter, mehr zur Unterhaltung als zur Erbauung geleſen. Ein neuer Antrieb war noͤthig geweſen, um dieſe Kraft religioͤſer Begeiſterung wieder zu entzuͤn⸗ den, und dieſer Antrieb wirkte nun zum Vor⸗ theil einer reinen Religion, und mit einem ih⸗ rer eifrigſten Bekenner war der Juͤngling zum erſten Male zuſammengetroffen.

Das Gefühl, daß er ſelbſt ein Gefangener fei, in der Gewalt dieſes wilden Haͤnptlings, ver⸗ minderte Halberts Theilnahme an dem Schick⸗ ſale ſeines Mitgefangenen keinesweges, ja es beſtimmte ihn vielmehr, ſeiner feſten Entſchloſ⸗ ſenheit nachzueifern, ſo daß weder Drohungen

noch Leiden ihn antreihen konnten, in die Dien⸗ ſte eines ſolchen Herrn zu treten. Die Moͤg⸗ lichkeit des Entkommens trat ihm zunaͤchſt vor die Seele, und wenn auch mit wenig Hoffnung,