Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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ſer Fremde uns unter dem vaͤterlichen Dache als Selaven behandeln darf. Ich will dem ſtolzen Prieſter ins Angeſicht ſagen...

Liebſter, beſter Bruder, ſagte Eduard: be⸗ denke, was Dich dieſe Worte koſten koͤnnen.

Was kann es mich koſten? entgegnete Hal⸗ bert:ſoll ich mein menſchliches Gefuͤhl und mei⸗ nen gerechten Zorn der Furcht vor des Abts moͤglicher Behandlung aufopfern?

Aber unſere Mutter! unſere Mutter! rief Eduard: bedenke, wenn ſie ihres Heerdes, ihres Eigenthums beraubt wird, wie kannſt Du das erſetzen, was Deine Uebereilung verdorben hat?

Das iſt nur zu wahr! ſagte Halbert, ſich vor die Stirn ſchlagend, dann ſtampfte er mit dem Fuße auf den Boden, um die volle Gewalt der Leidenſchaft auszudruͤcken, der er fernerhin nicht mehr nachgeben wollte, drehte ſich um und verließ das Zimmer.

Maria von Avenel ſchaute den Fremden an, und verſuchte, auf eine Bitte zu ſinnen, daß er die ungeſtuͤme Heftigkeit ihres Milchbruders, der ganzen Familie beim Abte nicht moͤchte zum Nachtheile gereichen laſſen. Allein Sir Piercie, als ein aͤchter Hofmann, errieth ihre Abſicht ſchon