Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Hoͤrenſagen hatte beſchreiben koͤnnen, ob ſie gleich ihren Anzug ganz genau anzugeben wußte.

Bisher war das Maͤdchen in den Augen der guten Wittwe nur ein ſehe unbedeutender Ge⸗ genſtand geweſen, allein des Unterpriors beſon⸗ dere, und einigermaßen geheimnißvolle, Nach⸗ forſchungen, hatten ihr uͤber die Myſia aus der Muͤhle den Kopf ziemlich warm gemacht, und ſie hatte uͤberall herum gehorcht und gefragt, um Etwas recht Gruͤndliches uͤber die arme My⸗ ſia zu erfahren. Endlich hatte ſie doch ſo viel zuſammengebracht, das Myſia eine ſchwarzaͤugi⸗ ge, lachluſtige Dirne ſei, mit rothen Wangen und einer Haut, ſo weiß, wie ihres Vaters fein⸗ ſtes Mehl, aus dem des Abtes eigenes Tafel⸗ brod gebacken wurde. Ihre Laune anlangend, ſo ſang ſie und lachte vom Morgen bis Abend; ihr Vermoͤgen aber, einen Hauptpunkt, betref⸗ fend, ſo hatte Myſia, außer dem, was der Muͤl⸗ ler vermittelſt ſeines ſogenannten goldenen Dau⸗ mens zuſammengebracht hatte, noch die Hoffnung, ein recht huͤbſches Stuͤck Landes zu erben, und die Ausſicht, daß die Muͤhle und die dazu gehoͤ⸗ rigen Aecker gegen einen leichten Zins auch auf ibren kuͤnftigen Mann uͤbergehen wuͤrden, wenn