Teil eines Werkes 
5. Theil (1824)
Entstehung
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ernſte Bedeutung ihres Anliegens und ihre Ach⸗ tung gegen des Herzogs Rang und Anſehen ei⸗ nen Ausdruck tiefer Ehrfurcht, doch nicht ſklavi⸗ ſcher Furcht, oder aͤngſtlicher Schuͤchternheit ga⸗ ben. Johanna's uͤbriger Anzug war die Tracht der ſchottiſchen Maͤdchen ihres Standes, und mit jener ſorgfaͤltigen Ruͤckſicht auf Nettigkeit und Reinlichkeit geordnet, welche wir oft mit jener Seelenreinheit, deren natuͤrliches Sinnbild ſie iſt, vereint finden.

Sie blieb am Eingange des Zimmers ſtehen, machte eine tiefe Verbeugung und kreuzte ihre Haͤnde auf der Bruſt, ohne ein Wort zu ſagen. Der Herzog ging auf ſie zu, und wenn ſie ſein anmuthiges Benehmen, ſeinen koſtbaren, mit wohl verdienten Orden geſchmuͤckten Anzug, ſein freundliches Weſen, und den lebendigen und klu⸗ gen Ausdruck ſeiner Zuͤge bewunderte, ſo war er nicht minder, und nicht mit geringerem Rechte, durch die ruhige Einfalt und Sittſamkeit uͤber⸗ raſcht, die ſich in dem Anzuge, dem Benehmen und den Zuͤgen ſeiner demuͤthigen Landsmaͤnnin ausdruͤckten.

Wuͤnſchteſt Du mit mir zu ſprechen, liebes