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ter einem mißvergnuͤgten und kriegeriſchen Volke, erweckte, wie man glaubte, Eiferſucht am Hofe, wo die Macht gefaͤhrlich zu werden, zuweilen an ſich ſchon zum Vorwurfe gereicht, wenn auch die Neigung dazu keineswegs damit verbunden iſt. Die freiſinnige und ſtolze Weiſe, womit der Her⸗ zog von Argyle im Parliamente ſich ausdruͤckte und im oͤffentlichen Verkehr ſich benahm, war uͤberdieß wenig geeignet, ihm die koͤnigliche Gunſt zu erwerben. Er wurde daher immer geachtet und oft gebraucht, war aber weder ein Guͤnſt⸗ ling Georgs des Zweiten und der Koͤniginn, noch der Miniſter. In verſchiedenen Zeiten ſeines Lebens war der Herzog von Argyle gaͤnzlich in Ungnade bei Hofe, obgleich man ihn kaum zu den erklaͤrten Gliedern der Oppoſition rechnen konnte. Dieß machte ihn den Schottlaͤndern deſto theurer, weil er gewoͤhnlich als ihr Wort⸗ fuͤhrer das Mißvergnuͤgen ſeines Koͤnigs ſich zu⸗ zog, und gerade bei Gelegenheit des, wegen Por⸗ teous ausgebrochenen Aufſtandes, wurde der leb⸗ hafte und beredte Widerſpruch, den er wider die, gegen Edinburgh beſchloſſenen ſtrengen Maßre⸗ geln erhoben hatte, deſto dankbarer von der ſchot⸗ tiſchen Hauptſtadt aufgenommen, da man ver⸗
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