Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15²

Wohnſtube— aber halt! die wird noch nicht offen ſein. Wartet ein Weilchen, ich komme gleich und mache Euch auf. Kuͤmmert Euch nicht darum, was die Hanne ſagt.

Nein, nein! ſprach Frau Balchriſtie mit dem Lachen erzwungener Herzlichkeit: tragt's mir nicht nach, Maͤdchen! Jedermann weiß, ich belle ſchlimmer, als ich beiße. Wenn Ihr mit dem Herrn eine Verabredung hattet, warum ſag⸗ tet Ihr's mir nicht? Ich weiß auch zu leben. Nun, geht nur hinein, liebes Kind! ſetzte ſie hinzu und oͤffnete die Thuͤre mit dem Haupt⸗ ſchluͤſſel. 1

Ich hatte keine Verabredung mit dem Herrn, ſprach Johanna, zuruͤcktretend. Ich habe ihm nur zwei Worte zu ſagen, und das will ich lieber hier thun.

Auf dem Hofe unter freiem Himmel? Nein, nein, das geht nicht, Kind. So koͤnnen wir Euch nicht behandeln. Und was macht euer Vater, der gute ehrliche Mann?—

Die Ankunft des Gutsherrn erſparte dem Maͤdchen die Muͤhe, auf dieſe heuchleriſche Frage zu antworten.

Geht und beſorgt das Fruͤhſtuͤck, ſprach er