Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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zug, um zu entdecken, ob ſie geſonnen waͤre, an dieſem Morgen auszugehen. Sie war nett und einfach gekleidet, aber die Abſicht, aus dem Hauſe zu gehen, verrieth ſich doch nicht deutlich. Statt der gewoͤhnlichen Kleidung fuͤr die haͤus⸗ liche Morgenarbeit, hatte ſie einen Anzug ange⸗ legt, der etwas geringer war, als ihre beßten Kleider, womit ſie ſich zum Kirchgange, oder bei ſeltnern Gelegenheiten zu einem Beſuche zu ſchmuͤcken pflegte. Ihr Verſtand ſagte ihr, daß es die Ehrerbietung gegen die Obrigkeit verlangte, bei einer ſolchen Gelegenheit anſtaͤndig gekleidet zu ſein, waͤhrend ihr Gefuͤhl ſie lehrte, die we⸗ nigen einfachen Zierrathen bei Seite zu legen, die ſie bei andern Gelegenheiten ſich erlaubte. Es war daher nichts in ihrem Aeußern, wo⸗ durch ihrem Vater auch nur mit einiger Gewiß⸗ heit waͤre angedeutet worden, was ſie bei dieſer Gelegenheit ſich vorgenommen hatte.

Vergeblich waren an dieſem Morgen die Vorbereitungen zu ihrem einfachen Mahle. Va⸗ ter und Tochter ſtellten ſich, als ob ſie eſſen woll⸗ ten, ſo lange ſie einander bemerkten, und mit Widerwillen ließen ſie von der Anſtrengung ab,