Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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Er wollte, daß ich einen falſchen Eid ſchwoͤ⸗ ren ſollte, gab Johanna zur Antwort.

Und Du ſagteſt ihm, ſprach Euphemia, Du möͤchteſt nichts davon hoͤren, zwiſchen mich und den Tod zu treten, den ich erleiden ſoll— noch nicht achtzehn Jahre alt!

Ich ſagte ihm, erwiderte Johanna, er⸗ ſchrocken uͤber die Wendung, welche die Gedan⸗ ken ihrer Schweſter zu nehmen ſchienen: daß ich's nicht wagte, eine Unwahrheit zu beſchwoͤren.

Und was nennſt Du eine Unwahrheit? ſprach Euphemia, und verrieth noch einmahl eine Re⸗ gung ihres ehemahligen lebhaften Gemuͤthes. Du biſt ſehr zu tadeln, Maͤdchen, wenn Du glaubſt, eine Mutter wollte, oder koͤnnte ihr eigenes Kind ermorden. Ermorden? Ich haͤtte mein Leben dafuͤr hingegeben, um nur einen Blck ſeines Auges zu ſehen.

Ich glaube, erwiderte Johanna, Du biſt an einem ſolchen Vorſatze ſo unſchuldig, als das neugeborne Kind ſelbſt.

Es freut mich, daß Du ſo gerecht gegen mich biſt, ſprach Euphemia ſtolz. Sehr gute Men⸗ ſchen, wie Du biſt, Johanna, haben zuweilen den Fehler, daß ſie alle uͤbrige Welt fuͤr ſo ſchlecht