Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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Das iſt nicht wahr, Johanna, und haͤtte es ein Heiliger geſagt, antwortete Euphemia, mit einem Auflodern ihres fruͤhern lebhaften und reiz⸗ baren Gemuͤthes. Doch Du kannſt es nicht wiſ⸗

ſen, aber ich weiß es, wie ſehr er ſein Leben in

Gefahr ſetzte, um mich zu retten.

Sie warf einen Blick auf Ratcliffe, hielt inne und verſtummte.

Ich glaube, ſprach Ratcliffe mit traulichem Hohnnecken: das Maͤdchen denkt, Niemand haͤtte Augen als ſie. Ich hab's ja wohl geſehen, wie der huͤbſche Georg auch gern noch ſonſt Je⸗ mand, als den Porteous, aus dem Gefaͤngniſſe bringen wollte. Aber Ihr denkt wie ich, liebes Kind, beſſer geſeſſen und bereut, als geſchwaͤrmt und bereut. Seht mich nur nicht ſo verwundert

an. Ich weiß vielleicht noch von andern Dingen

zu ſagen, als davon.

O mein Gott! mein Gott! rief Euphemia aufſpringend, und warf ſich vor ihm auf die Kniee nieder. Wißt Ihr, wo ſie mein Kind gelaſſen haben? O mein Kind! mein Kind! Das arme, ſchuldloſe neugeborne Geſchoͤpf— Gebein von meinem Gebeine und Fleiſch von meinem Flei⸗ ſche! O wenn Ihr je Theil haben wollet an