32 Diejenigen ihr Wort halten wollen, die es gege⸗ ben haben.
Ich weiß wohl, Ruben, erwiederte ſie, ihn liebevoll anſehend: Ihr denkt mehr an mich, als an Euch, und ich kann zur Vergeltung nur mehr euer Wohl, als mein eigenes bedenken. Ihr ſeid ein Mann von unbeſcholtenem Rufe, zum Leh⸗ rer von Gottes Wort erzogen, und Jedermann ſagt, Ihr wuͤrdet einmahl zu hohen Ehren in der Kirche kommen, wenn auch Armuth Euch
jetzt niederhaͤt. Armuth iſt ein recht falſcher Freund, Butler, und das wißt Ihr nur zu gut; aber ſchlechter Ruf iſt ein noch ſchlimmerer, und dieſe Wahrheit ſollt Ihr nie durch mich lernen.
Wie meint Ihr das? ſprach Butler mit leb⸗ hafter Ungeduld. Wie koͤnnt Ihr unſre Verbin⸗ dung mit der Schuld eurer Schweſter zuſammen bringen, wenn ſie anders ſchuldig iſt, was noch beſtritten werden kann, wie ich zu Gott hoffe. Wie kann das Euch oder mich angehen?
Wie koͤnnt Ihr ſo fragen, Herr Butler? Denkt Ihr, dieſe Schmach wuͤrde je vergeſſen werden, ſo lange wir dieſſeit des Grabes ſind? Wuͤrde es nicht uns anhangen, und unſern Kin⸗ dern, und unſern Kindeskindern? Die Tochter
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