Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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ſlammt waren, dieſe dunkelbrauneu Augen, die der Unbekannte zuweilen mit ſeinem Hute be⸗ ſchattete, als haͤtte er ſie nicht gern ſehen laſſen wollen, waͤhrend ſie die Bewegungen und das Benehmen Andrer ſcharf beobachteten, dieſe Au⸗ gen, die bald von Schwermuth getruͤbt waren, bald von verachtendem Hohne ſtrahlten, bald von Wuth funkelten war alles dieß der Ausdruck

der Leidenſchaften eines Sterblichen, oder der

Regungen eines boͤſen Feindes, der ſich vergebens bemuͤht, ſeine teufliſchen Abſichten unter der er⸗ borgten Larve maͤnnlicher Schoͤnheit zu verber⸗ gen? Alles erinnerte an Miene, Sprache und Benehmen des gefallenen Engels, und wie un⸗ vollkommen auch unſre Schilderung ſein mag,

die Wirkung des Zuſammentreffens auf Butlers

Stimmung, welche die Schreckniſſe der vorigen Nacht ſo heftig aufgeregt hatten, war groͤßer, als ſein Verſtand es gut hieß, oder ſein Stolz es eingeſtehen wollte. Selbſt die Gegend, wo er den ſonderbaren Mann getroffen hatte, war

gleichſam entweiht und verrufen, da hier in fruͤ⸗ hern Zeiten Viele in Zweikaͤmpfen, oder durch

Selbſtmord umgekommen waren, und der Ort, den der Fremde zur naͤchtlichen Zuſammenkunft II. Theil, 2

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