Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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zu dieſen Gemuͤthſtimmungen leiten, auch in ſei⸗ nem Herzen, als ſeinen Antheil an dem allge⸗ meinen Looſe der Menſchheit. Er haͤtte wahn⸗ ſinnig werden moͤgen bei dem Gedanken, daß ſeine kuͤnftige Braut, ſeine theure Verlobte, von einem Wuͤſtlinge, wie es der Fremde nach Ton und Benehmen zu ſein ſchien, an einen ſo un⸗ ziemlichen Ort, zu einer ſo unpaſſenden Stunde, gerufen werden konnte. Der Ton des Unbekann⸗ ten aber war nicht das ſuͤße Gefliſter, womit der Verfuͤhrer eine Zuſammenkunft erbittet, ſondern kuͤhn, heftig und gebieteriſch, nicht der Ton der Liebe, ſondern der Drohung und Einſchuͤchterung⸗

Die Einlispelungen des Aberglaubens haͤtten wohl leichter wirken koͤnnen, wenn Butlers Ge⸗ muͤth dafuͤr ſehr empfaͤnglich geweſen waͤre. Wie, war dieß wirklich der bruͤllende Lowe, der umher

geht, und ſuchet, wen er verſchlinge? Dieſe

Frage drang ſich ſeinem Gemuͤthe mit einem Ernſte auf, den man in unſern Zeiten nicht be⸗ greifen kann. Der gluͤhende Blick; das ſchroffe Weſen, der zuweilen rauhe, doch abſichtlich ge⸗ maͤßigte Ton der Stimme; die Zuͤge, deren voll⸗ kommene Schoͤnheit bald von Stolz verfinſtert, bald von Argwohn verſtoͤrt, bald von Zorn ent⸗